IKEv2: Zentralen ASA-Hub mit mehreren IOS Spokes verbinden

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Version vom 15. September 2026, 12:07 Uhr von Wamu (Diskussion | Beiträge)
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Dieser Artikel beschreibt ein kostengünstiges Site-to-Site-VPN-Konzept, das eine zentrale Cisco ASA als Hub mit mehreren Cisco-IOS-Routern als Spokes verbindet – auch dann, wenn die Spokes über dynamische IP-Adressen angebunden sind. Als Authentifizierung kommt IKEv2 mit gruppenspezifischen Pre-Shared Keys (PSK) zum Einsatz.

Hinweis zum Stand

Die gezeigte Konfiguration wurde mit einer Cisco ASA 5515-X und IOS-Routern der 880er-Serie erprobt. Beide Plattformen sind inzwischen abgekündigt (End-of-Life); der beschriebene Ansatz „IKEv2 mit PSK je Gruppe über die IKE-Identität" bleibt jedoch weiterhin gültig und lässt sich auf aktuelle Cisco-Plattformen übertragen. Befehlssyntax und Lizenzgrenzen der jeweiligen Zielgeräte bitte vorab prüfen.

Herausforderung

Gesucht ist ein bezahlbares VPN-Konzept, in das sich auch Standorte mit dynamischen IPs problemlos einbeziehen lassen.

Problem

FlexVPN oder DMVPN wären für dieses Szenario ideal, allerdings sind die Kosten für einen IOS-Router mit ausreichender Performance zu hoch: Für mehr als 225 Tunnel und über 85 Mbit/s Durchsatz wird zusätzlich die HSEC-Lizenz fällig. Auch das Management umfangreicher Firewall-Regelwerke (mehr als ~200 Regeln) ist mit IOS kaum zu bewältigen. VPNs mit dynamischen IPs setzen entweder auf Zertifikate oder PSKs. Der Nachteil eines PSK ist normalerweise, dass er für alle Sessions gleich sein muss (DefaultL2LGroup); Zertifikate wiederum sind aufwändig und komplex zu verwalten. Die einfache Lösung: IKEv2 mit PSKs und Gruppenname über die ISAKMP-ID – so lässt sich je Gruppe ein eigener PSK vergeben.

Vorschlag

Eine ASA 5515-X ist vergleichsweise günstig, kommt mit 255 Tunneln zurecht und schafft im einzelnen Stream knapp 1 Gbit/s VPN-Durchsatz. Zusätzlich bietet sie gute HA-Funktionalität inklusive stateful IPsec-Failover. Auf der Clientseite kommen IOS-Router der 880er-Serie zum Einsatz, die alle benötigten Features mitbringen.

Lösung

Konfiguration auf der ASA (nur crypto)

Subnetze definieren:

access-list outside_cryptomap extended permit ip object OUR-NET object CLIENT-NET

Proposal festlegen:

crypto ipsec ikev2 ipsec-proposal AES256-SHA1-256
 protocol esp encryption aes-256
 protocol esp integrity sha-256 sha-1

Tunnelgroup:

tunnel-group dynamicvpn1 type ipsec-l2l
tunnel-group dynamicvpn1 ipsec-attributes
 ikev2 remote-authentication pre-shared-key *****
 ikev2 local-authentication pre-shared-key *****

Crypto map:

crypto dynamic-map dynamicvpn1 1 match address outside_cryptomap
crypto dynamic-map dynamicvpn1 1 set pfs group5
crypto dynamic-map dynamicvpn1 1 set ikev2 ipsec-proposal AES256-SHA1-256 AES256 AES192 AES
crypto dynamic-map dynamicvpn1 1 set reverse-route
crypto map outside_map 1 ipsec-isakmp dynamic dynamicvpn1

Crypto map aktivieren:

crypto map outside_map interface outside
crypto ikev2 enable outside

Konfiguration auf der Clientseite / IOS (nur crypto)

Proposals:

crypto ikev2 proposal proposal1
 encryption aes-cbc-256 aes-cbc-192 aes-cbc-128
 integrity sha256 sha1
 group 14 5
crypto ikev2 policy policy1
 proposal proposal1

Key:

crypto ikev2 keyring kyr1
 peer peer1
 address ASA-IP
 pre-shared-key local ******
 pre-shared-key remote ******

Profile:

crypto ikev2 profile profile1
 match identity remote address ASA-IP 255.255.255.255
 identity local key-id dynamicvpn1
 authentication local pre-share
 authentication remote pre-share
 keyring local kyr1

Transform-Set (Phase-2-Proposal):

crypto ipsec transform-set trans esp-aes esp-sha-hmac
 mode tunnel

Crypto map:

crypto map cmap 1 ipsec-isakmp
 set peer ASA-IP
 set transform-set trans
 set ikev2-profile profile1
 match address vpnlist

ACL:

ip access-list extended vpnlist
 permit ip OUT-NET 0.0.0.255 REMOTE-NET 0.0.0.255

Auf das Interface binden:

interface Gi0
 crypto map cmap

Verbindung testen:

ping remote-ip source Vlan1

Unterstützung von m.a.x. it

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Siehe auch

Links und Quellen


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