Windows Server Sicherung mit wbadmin.exe

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Version vom 15. September 2026, 00:00 Uhr von imported>TechCorner-Redaktion (Server-Software: Überarbeitung)
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Auf einen Blick

Gilt fürWindows Server (seit 2008), inkl. Core & Hyper-V Server
BereichServer-Software
Dauerje nach Datenmenge
RechteAdministrator
StandSeptember 2026

Seit Windows Server 2008 steht die Windows Server Sicherung als Feature zur Block-Level-Sicherung des Systems und lokal zugänglicher Daten bereit. Mit GUI erfolgt die Einrichtung über die Computerverwaltung; auf Core-/Hyper-V-Servern ohne GUI per Remote-Verwaltung (mmc) einer identischen Servergeneration – oder lokal über die Kommandozeile mit wbadmin.exe.

Einmalsicherung

wbadmin start backup -backupTarget:\\server\backuptarget -include:c:,d:\Daten -allCritical -systemState -vssFull -user:domain\user -password:pw

-backupTarget ist eine Netzwerkfreigabe oder ein lokaler Laufwerksbuchstabe. -vssFull nur verwenden, wenn keine andere Backup-Software denselben Server sichert (sonst -vssCopy). -allCritical und -systemState sichern zusätzlich alles für eine Bare-Metal-Wiederherstellung Nötige. Einmalsicherungen sind immer vollständig.

Sicherungszeitplan

wbadmin enable backup -addtarget:\\server\backuptarget -schedule:04:00 -include:c:,d:\Daten -allCritical -systemState -vssFull -allowDeleteOldBackups -quiet -user:domain\user -password:pw

Läuft täglich um 04:00 Uhr (über die Aufgabenplanung). -allowDeleteOldBackups löscht bei Platzmangel automatisch die ältesten Backups (nur bei lokalem Ziel; bei Netzwerkzielen verwaltet die Windows Server Sicherung nur eine Version). Manuell starten/stoppen:

wbadmin start backup
wbadmin stop backup

Inkrementelle Sicherungen (nur bei Zeitplänen) aktivieren – per PowerShell (Administrator):

Set-WBPerformanceConfiguration -OverallPerformanceSetting AlwaysIncremental

Sicherung von Hyper-V-Servern

Zusätzlich einzelne VMs sichern:

wbadmin enable backup -addtarget:\\server\backuptarget -schedule:04:00 -include:c:,d:\Daten -hyperv:vm1,vm2,vm3 -allCritical -systemState -vssFull -allowDeleteOldBackups -quiet -user:domain\user -password:pw

Bei Angabe einzelner VMs (-hyperv) wird stets vollständig gesichert. Sollen ohnehin alle VMs gesichert werden, besser die Partitionen mit den VMs/VHDs über -include einbeziehen – dann sichert wbadmin auch inkrementell auf Blockebene.

Einschränkungen

In der Praxis kommt es (oft im Zusammenhang mit dem Volume Shadow Copy Service) immer wieder zu Problemen. Zudem fehlen Kompression, Deduplizierung sowie serverübergreifende Administration/Monitoring. Empfehlung: die Windows Server Sicherung nur bei sehr kleinen Installationen oder Testsystemen und möglichst nur ergänzend einsetzen, Ergebnisse engmaschig überwachen und Wiederherstellungen regelmäßig testen.

Siehe auch

Links und Quellen

Unterstützung von m.a.x. it

Für revisionssichere, deduplizierte und überwachte Sicherungen über Standorte hinweg bietet sich Cloud-Backup als Managed Service an.


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