Sophos UTM Cluster aktualisieren

Aus maxTechCorner

Auf einen Blick

Gilt fürSophos UTM 9 (SG-Appliances, z. B. SG 210), Cluster/HA
BereichIT-Security
Dauermehrere Stunden (mehrere Update-Sätze)
RechteAdministrator (WebUI + SSH)
StandOktober 2026

Das Update eines Sophos UTM Clusters von einer alten Version (hier 9.605) auf eine neuere erfordert wegen der begrenzten Root-Partition (z. B. 5 GB auf einer SG 210) ein manuelles Vorgehen: Die Update-Dateien liegen unter /var/up2data/sys/ und werden satzweise eingespielt. Diese Anleitung beschreibt den Ablauf inklusive Fehlerbehebung.

Wichtig: Sophos UTM ist End-of-Life

Sophos UTM 9 hat am 30. Juni 2026 das End-of-Life erreicht: Es erscheinen keine neuen Versionen und Sicherheitskorrekturen mehr, und auch der Support für Kunden mit noch gültiger Lizenz endet spätestens am 31. Dezember 2026. Diese Anleitung hilft nur noch, Restsysteme bis zur Ablösung auf den letzten Stand zu bringen – eine Migration ist jetzt dringend. Eine bewährte, quelloffene Alternative ist OPNsense als Nachfolger für Sophos-UTM-Firewalls.

Vorbereitungen

Vor dem Update alle erforderlichen Zwischenversionen von der offiziellen Sophos-Website herunterladen:

Update-Vorgehensweise

1. Cluster in den manuellen Update-Modus setzen

In der WebUI unter Management → Up2Date → Configuration die Updates auf Manuell umstellen.

2. Speicherplatz freimachen

Auf beiden Systemen die alten Update-Dateien aus /var/up2data/sys/ löschen.

3. Update-Dateien auf die UTM übertragen

Die Up2Date-Dateien in Sätzen von maximal 500–700 MB per SCP auf FW1 (Master Node) in den Ordner /home/login/ hochladen.

4. Dateiberechtigungen setzen

chown root:root u2d*
mv u2d* /var/up2data/sys/

5. Synchronisation mit Node2 prüfen

Die Dateien werden automatisch auf Node2 synchronisiert. Prüfen, ob auf beiden Systemen die Updates unter /var/up2data/sys/ identisch vorhanden sind.

6. Updates in der GUI sichtbar machen

Auf Node1 ausführen:

auisys.plx -showdesc

Dadurch werden die Updates in der WebUI angezeigt.

7. Update starten

In der WebUI von Node1 das Update manuell starten.

8. Update-Ablauf überwachen

Der Prozess läuft in folgenden Schritten ab:

  1. Node2 wird aktualisiert und rebootet.
  2. Failover zu Node2 (Node2 übernimmt die aktive Rolle).
  3. Node1 wird aktualisiert und synchronisiert.
  4. Failover zurück zu Node1.
  5. Cluster ist wieder vollständig synchronisiert.

9. Nächstes Update-Set hochladen

Sobald Node1 ACTIVE und Node2 READY ist, den nächsten Up2Date-Satz hochladen und den Vorgang wiederholen.

Fehlerbehebung

Ein Node steht im Status „RESERVED"

Häufige Ursache: Ein Node lädt im Hintergrund Updates herunter, der Speicher läuft voll und der Prozess bricht ab – der Node wechselt in den Status RESERVED. Reparaturversuch:

1. Datenbank-Reparatur auf beiden Nodes:

killall repctl
/etc/init.d/postgresql92 rebuild
repctl

2. Falls das Problem bestehen bleibt:

  • Den Node, der nicht auf RESERVED steht, manuell auf dieselbe Version wie den anderen Node bringen.
  • Anschließend erneut die Datenbank-Reparatur durchführen.
  • Bestehen weiterhin Probleme, sollte sich der Cluster nach einem Failover wieder synchronisieren.

Fazit

Das Update eines Sophos UTM Clusters erfordert ein manuelles Vorgehen, vor allem um Speicherplatzprobleme zu vermeiden. Durch schrittweise Aktualisierung und Synchronisation zwischen den Nodes gelingt ein reibungsloser Ablauf.

Unterstützung von m.a.x. it

Bei Betrieb, Update oder Ablösung von Firewalls unterstützt Sie m.a.x. it mit Managed-Firewall-Services – inklusive Migration von Sophos UTM auf OPNsense.

Siehe auch

Links und Quellen


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